In zahlreichen Kirchengemeinden wurde heute Konfirmation gefeiert. Am Geburtstag der Kirche sagen junge Menschen JA zu ihrem Weg mit Gott. Der Heilige Geist von Pfingsten gibt ihnen dazu Mut. 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Region Lehnin zogen in die festlich geschmückte Klosterkirche ein und sagten an diesem Pfingstsonntag bewusst JA zum Glauben. Während ihrer Konfirmandenzeit sind sie gemeinsam einen Weg gegangen – mit Fragen über Gott und die Welt, über Hoffnung, Zweifel und das Leben selbst. Heute bestätigten sie das, was ihre Eltern ihnen bereits bei der Taufe mit auf den Weg gegeben haben: Gottes Zusage, dass er Menschen begleitet und trägt.
Zuspruch und ermutigende Worte
Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte Pfarrerin Almuth Wisch daran, dass während der Konfirmandenzeit Trauer ein Thema war. "Leid und Glück liegen oft nah beieinander, wie heute an diesem Tag." Besonders bewegend war das Gedenken an den Vater einer Konfirmandin, der vor wenigen Monaten verstorben ist. Als Zeichen der Verbundenheit, des Trostes und der Hoffnung wurde eine Kerze entzündet.
In einer Dialogpredigt gingen Pfarrerin Almuth Wisch und Pfarrer Sebastian Mews den Fragen rund um Pfingsten nach: Was ist der Geist Gottes? Wo wirkt er? Wie können wir ihn verstehen? Im biblischen Pfingstbericht ist davon die Rede, dass Gottes Geist auf alle ausgegossen wird und Menschen plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen – und sich dennoch verstehen. Petrus, einer der Jungs, die damals mit Jesus unterwegs waren, spricht die Erfüllung einer alten Verheißung aus dem Alten Testament aus. Doch auch er muss die anderen erst begeistern und ermutigen.
So blieb die Frage im Raum: Was bedeutet Pfingsten heute für uns?
Besonders den Konfirmandinnen und Konfirmanden wurde zugesprochen: Pfingsten erinnert daran, dass Gott Mut schenkt, Klarheit, Stärke und die Fähigkeit, liebevoll zu handeln. Gott ist da – menschenfreundlich und zugewandt. ER baut Brücken zwischen Himmel und Erde. In aller Vielfalt ist ER gegenwärtig. Durch seinem Geist zeigt ER seine Nähe. An Pfingsten feiert die Kirche ihren Geburtstag. Gestern, am 23. Mai, wurde das Grundgesetz 77 Jahre alt. Die Verbindung zur Bibel wurde dabei deutlich – schon im ersten Artikel heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Pfingsten bedeutet deshalb auch, Verantwortung füreinander zu übernehmen und den Menschen mit Achtung und Liebe zu begegnen.
Den Segen erhielten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren ausgewählten Bibelworten für ihren Weg. Gemeinsam wurde mit der Gemeinde Wandelabendmahl gehalten, bei dem die jungen Menschen die Austeilenden und Gebenden waren. Ab jetzt sind sie mündige Christen und übernehmen Verantwortung. Herzlichen Dank euch Konfirmanden.
Ihr seid geliebt, gesehen und berufen. Und ihr seid nicht allein. Gottes Geist geht mit euch und möchte durch euch die Welt verwandeln.
Pfarrer Mews und Pfarrerin Wisch während ihrer Dialogpredigt.
Als Geschenk erhielten die Konfirmandinnen und Konfirmanden eine „unkaputtbare“ Metalltasse mit der Aufschrift „Durstlöscher“. Dabei ging es nicht nur um den körperlichen Durst. Auch die Sehnsucht nach Weisheit bei Entscheidungen, nach Begleitung und danach, geliebt zu werden, gehört zum Leben eines Menschen. Die Quelle, die diesen Durst stillen kann, ist Gottes Heiliger Geist. „Er ist immer im Herzen dabei – dort ist er zu Hause.“ Daran soll der Becher erinnern.
Der Kirchenkreis wünscht allen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien Gottes Segen und Geleit. Möge der Festtag noch lange in Erinnerung bleiben und das JA sich mehr und mehr verfestigen. Ab jetzt sind alle zur Jungen Gemeinde eingeladen = Kirche für junge Menschen.