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Kirchenwanderweg 2 - von Kirche zu Kirche in Bad Belzig.

12.08.2026

Der Kirchenwanderweg lädt dazu ein, Bad Belzig zu Fuß aus einer besonderen Perspektive zu entdecken. Auf dem Weg liegen acht ganz unterschiedliche Orte kirchlichen Lebens – von der Briccius-Kirche über die Burgkapelle und die Stadtkirche St. Marien bis zu den Gemeinden der Gegenwart. Jede Station erzählt ein Stück Bad Belziger Geschichte und berichtet von Menschen, Glauben und Gemeinschaft. So verbindet der Weg historische Orte mit lebendigem kirchlichem Leben und macht Geschichte unterwegs erlebbar.

St. Briccius-Kirche Bad Belzig Foto: Andrea Molkenthin

Start ist am Fläming-Bahnhof. Von dort folgen Sie dem Wanderzeichen des Kirchenwanderweges in Richtung Burg Eisenhardt. Auf dem Weg überqueren Sie die Bahnstrecke – sie wurde 1875 mit einem Spatenstich begonnen und bereits ein Jahr später eingeweiht.

1. Station: Briccius-Kirche

Die Briccius-Kirche liegt im Schatten der Burg Eisenhardt. Ihr Name geht auf die Siedler aus Flandern und Belgien zurück, die sich hier einst niederließen. Die Kirche wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Der heutige Bau datiert im Kern auf das 15. Jahrhundert.
Auch die Ausstattung erzählt Geschichte: Altar, Kanzel und Taufe stammen aus unterschiedlichen Zeiten. Besonders bemerkenswert ist die Kanzel mit den Bildern der vier Evangelisten.

2. Station: Ruine St. Katharinen-Burgkapelle

Im Torbereich der Burg Eisenhardt befindet sich das Burgmuseum. Im Inneren der Burganlage liegt die Ruine der St.-Katharinen-Burgkapelle. Der historische Ort lädt dazu ein, sich vorzustellen, wie eng Burg, Stadt und kirchliches Leben einst miteinander verbunden waren. Vom Burgtor führt der Weg an der Burgmauer entlang in Richtung Stadtkirche.

3. Station: Stadtkirche St. Marien

Die Stadtkirche St. Marien ist das Wahrzeichen von Bad Belzig. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Turm prägt bis heute das Stadtbild. Im Inneren warten zahlreiche historische Besonderheiten: der Altaraufsatz, die Kanzel und die Papenius-Orgel. Auch Martin Luther könnte bei seiner Visitation im Jahr 1530 hier gewesen sein. Die Stadtkirche ist damit nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte, das über Jahrhunderte erhalten geblieben ist. Von hier führt der Kirchenwanderweg weiter durch die Stadt zur nächsten Station.

4. Station: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde steht für eine jüngere Geschichte christlichen Lebens in Bad Belzig. Ihre Entwicklung begann im 20. Jahrhundert. Das heutige Gemeindehaus bietet Raum für Gottesdienste und Begegnung. Damit verändert sich auch das Bild des Kirchenwanderweges: Neben den mittelalterlichen Kirchen begegnet den Wandernden eine lebendige Gemeinde der Gegenwart.

5. Station: Kapelle auf dem Gertraudenfriedhof

Ruhiger wird es auf dem Gertraudenfriedhof. Hier steht die Kapelle, der älteste noch erhaltene sakrale Bau in Bad Belzig. Das ehemalige Spitalgelände wurde später als Friedhof genutzt. Heute ist die kleine Kapelle ein besonderer Ort der Stille. Der Weg führt anschließend über den Hauptweg des Friedhofs weiter zur sechsten Station.

6. Station: Grabstätte Albert Baur

Auf dem Gertraudenfriedhof erinnert eine Grab- und Gedenkstätte an Albert Baur. Der 1803 geborene Bürger der Stadt gründete 1862 den Belziger Turnverein und engagierte sich auf vielfältige Weise für seine Heimatstadt. Nach der Station verlassen Sie den Friedhof durch das hintere Tor. Der Weg führt weiter über die Kirchenhofstraße zum Mühlenhölzchen.

7. Station: Neuapostolische Kirche – Gemeindezentrum Fläming

Mit dem Gemeindezentrum Fläming der Neuapostolischen Kirche erreicht der Kirchenwanderweg einen Ort jüngeren kirchlichen Lebens. Die ersten neuapostolischen Gemeinden entstanden im Hohen Fläming um 1990. Das heutige Gemeindezentrum in Bad Belzig wurde 2018 fertiggestellt. Es bietet Raum für Gottesdienste und das Gemeindeleben.

8. Station: Katholische St. Bonifatius-Kirche

Die letzte Station des Kirchenwanderweges ist die katholische St. Bonifatius-Kirche an der Brücker Landstraße. Der Kirchenbau wurde 1932 eingeweiht. Besonders prägend sind die farbigen Fenster mit Darstellungen von Heiligen. Auch das Altarkreuz und der Altarraum geben der Kirche ihr besonderes Gepräge. Die Kirche trägt den Namen des heiligen Bonifatius, des „Apostels der Deutschen“.

Flyer zum Download

St. Briccius Kirche - Innenraum. Foto: Andrea Molkenthin