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Herbstsynode hat weitreichende Entscheidungen getroffen.

24.11.2025

Lehnin, 8. November 2025. In ihrer letzten Sitzung der laufenden Legislaturperiode diskutierten und beschlossen die Synodalen weitreichende Entscheidungen. Die erste zukunftsweisende Entscheidung war die Überführung der Pfarrstellen in den Kirchenkreis. Eine lebhafte und faire Diskussion ging der Abstimmung voraus. Künftig werden alle Hauptamtlichen in den jeweiligen Regionen zusammenarbeiten, um das kirchliche Leben vor Ort zu sichern. Der Haushalt 2026 mit einem Volumen von rund 7 Mio. € wurde verabschiedet. Die Endabrechnung des Kirchenkreiszentrums verzeichnet ein positives Ergebnis, es konnten mehr Fördermittel eingeworben werden als ursprünglich gedacht.

Im Ringen um gute Lösungen wird offen und fair diskutiert.

Struktur im EKMB und Wahlsatzung
Die Arbeiten der Arbeitsgruppe Struktur wurden zu einem vorläufigen Ende geführt. Die bisherige Organisationsstruktur wird so angepasst, dass der gesamte Kirchenkreis zukünftig – so wie von den Gemeinden gewollt – in sechs Regionen aufgeteilt wird. Diese Regionen verstärken dann gemeindeübergreifend ihre personelle Zusammenarbeit. Diese Organisation der Zusammenarbeit soll die seelsorgerische Arbeit in der Fläche weiterhin gewährleisten.

 In einem großen Akt der Solidarität wurde die Zusammensetzung der Kreissynode für die Legislatur 2026 bis 2031 mit der neuen Wahlsatzung beschlossen. Darin ist gewährleistet, dass alle selbständigen Gemeinden des Kirchenkreises – unabhängig von ihrer Größe – durch ehrenamtliche Synodale gleichberechtigt in der neuen Synode vertreten sein werden. Die Größe der Synode wurde von 68 auf 57 Mitglieder reduziert. Die neue Synode wird erstmalig am 18. April 2026 zur konstituierenden Sitzung zusammentreten.

Finanzen
Die Jahresrechnung 2024 wurde mit einem Überschuss von knapp 850.000 € bestätigt. Die Überschüsse fließen unter anderem in die Personalkostenrücklage, den Gemeindeprojektfonds und die Ehrenamtsarbeit. Außerdem erhält der kreiskirchliche Klimaschutzfonds eine verstärkte Anschubfinanzierung, sodass Gebäude schneller energetisch saniert werden können. Weitere freiwerdende Mittel stärken die Rücklagen für Kirchenmusik sowie für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Der Stellenplan 2026 umfasst 69,19 Sollstellen bei Personalkosten von 5,25 Mio. €, der Haushaltsplan 2026 hat ein Gesamtvolumen von 7 Mio. €. Die Synode verabschiedete beides mit breiter Mehrheit.

Positive Bilanz bei der Endabrechnung des Kirchenkreiszentrums
Das im Mai eingeweihte Kirchenkreiszentrum hat sich als Arbeits-, Tagungs- und Begegnungsort etabliert. „Die Abrechnung der Kosten ist im Wesentlichen abgeschlossen,“ berichtete Baupflegerin Andrea Molkenthin der Synode, die den Bau intensiv begleitet und verantwortet hat. Trotz steigender Baukosten blieben die Gesamtkosten bei rund 4,4 Mio. €, davon 1,9 Mio. € durch Fördermittel gedeckt.

Die Endabrechnung des Kirchenkreiszentrums verzeichnet ein positives Ergebnis. Es konnten mehr Fördermittel eingeworben werden als ursprünglich gedacht.

Letzte Synode des Präses nach einem Vierteljahrhundert
Präses Stefan Köhler-Apel wird in der nächsten Synode nicht mehr zur Wahl für die neue Legislatur antreten. „Nach 25 Jahren Arbeit im Präsidium der Kreissynode, davon knapp 20 Jahre als Präses in Lehnin-Belzig und dann im EKMB, werde ich im April nächsten Jahres den Staffelstab in hoffentlich jüngere Hände übergeben. In meinem Alter darf ich mich dann auch mal etwas zurücklehnen“, meinte er schmunzelnd. Der Präses begleitete die Fusion der Kirchenkreise Brandenburg, Lehnin-Belzig und Beelitz-Treuenbrietzen, setzte sich für das Kirchenkreiszentrum ein, engagierte sich für Strukturprozesse und insbesondere für den Erhalt der Demokratie (der Kirchenkreis trat unter anderem dem Bündnis „Brandenburg zeigt Haltung“ bei). Außerdem setzt er sich für Fragen des Erhalts der Schöpfung und den Klimaschutz ein. Mit seinem juristischen Sachverstand, der Erfahrung aus Jahrzehnten finanzministerialer Tätigkeit und seiner Affinität für Zahlen war er ein Gewinn für den Kirchenkreis.

Präses Stefan Köhler-Apel zieht Bilanz über seine 25 Jahre in der Synode.  
Superintendent und Präses Seite an Seite.
Vizepräses Dr. Claudia Busse-Engelhardt wird verabschiedet.
Als Dank für ihr Engagement der letzten Legislatur wurden die Synodalen zu einem festlichen Abend ins Industriemuseum eingeladen.