Dr. Viola Vogel wollte einen Querschnitt aus der Arbeit des Kirchenkreises kennenlernen. Ihr ist es wichtig, welche Themen die Menschen vor Ort bewegen – dafür nimmt sie sich Zeit.
So staunte sie über die sozialdiakonische Arbeit im „cafe contact“ ebenso wie über die in Einzelteilen zerlegte Wegscheider-Orgel in der Klosterkirche Lehnin. Beim Rundgang durch das neue Kirchenkreiszentrum wurden Strukturprozesse diskutiert und der Spagat zwischen Stadt und Land thematisiert. In Bad Belzig zeigte sich die Stadtkirche St. Marien als multifunktionaler Raum, in dem Gottesdienste, Konzerte und selbst Hüpfburgen während des Stadtfestes Platz finden.
Auch die besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums kamen zur Sprache – von der Friedhofsverwaltung bis zur Frage nach gerechter Verteilung von Pachteinnahmen, bei Zusammenlegung von Kirchengemeinden.
In Treuenbrietzen zeigt sich eine Kirchengemeinde, die aus 15 Dörfern zu einer zusammengeführt wurde. Wie kann das gelingen. Im Gespräch hört Viola Vogel, es gelingt in kleinen Schritten.
Die Digidags-Ausstellung in Niemegk zeigt praktisch, wie „Eventkirche“ im ländlichen Raum umgesetzt wird. Es werden dadurch andere Menschen angesprochen, die sonst keinen Gottesdienst besuchen würden.
Mit ihrem Besuch erhielt Dr. Viola Vogel einen umfassenden Einblick in die Vielfalt kirchlichen Lebens im Kirchenkreis. Die Begegnungen vor Ort machten deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind – und wie engagiert Gemeinden nach Wegen suchen, Kirche in der Gegenwart zu gestalten.