Von der Sorge zur Tat
Vor rund drei Jahren erreichte die Baupflegerin des Evangelischer Kirchenkreis Mittelmark Brandenburg Frau Andrea Molkenthin die Nachricht, dass sich in der Dorfkirche Fresdorf große Teile des Deckenputzes lösten. Eine ernsthafte Gefahr für Besucherinnen und Besucher drohte. Da in Fresdorf regelmäßig Konzerte und Gemeindeveranstaltungen stattfinden, sollte die Kirche keinesfalls dauerhaft gesperrt werden.
In enger Absprache und hitzigen Diskussionen mit dem zuständigen Denkmalschützern wurde rasch gehandelt: In Eigeninitiative spannten Gemeindemitglieder und freiwillige Helfer aus Fresdorf Sicherungsnetze unter die Decke – eine pragmatische Lösung, die zunächst Schutz bot, aber nur als Übergang gedacht war.
Unterstützung durch Fachleute und Stiftungen
Parallel nahm die Kirchengemeinde Kontakt zum Projektkoordinator der Jugendbauhütte, Herrn Henning, auf. Nach einer Begutachtung stellte sich heraus, dass die Jugendbauhütte Unterstützung leisten könne – allerdings nur unter der Bedingung, dass zuvor das Kirchendach neu eingedeckt wird.
Der Grund: Die alten Betondachsteine aus DDR-Zeiten waren porös und boten keinen ausreichenden Schutz vor Feuchtigkeit. Eine nachhaltige Erneuerung der Decke wäre ohne ein dichtes Dach nicht möglich gewesen.
Ehrlich gesagt – sahen wir zunächst kaum eine Chance, das nötige Geld für eine Sanierung zusammenzubekommen.
Durch Frau Andrea Molkenthin wurde 2024 die Herbert-, Käte- und Helga-Reinfeld-Stiftung auf die Fresdorfer Kirche aufmerksam. Der Vorstand um Henning Oldenburg erkannte die Dringlichkeit des Problems und signalisierte Unterstützung.
Die Baupflegerin Andrea Molkenthin des Kirchenkreises unterstützt die Kirchengemeinden bei der Umsetzung von Bauvorhaben.
Förderung oder göttliche Fügung?
Mit einer Förderzusage der Herbert-, Käte- und Helga-Reinfeld-Stiftung in Verbindung mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) war sichergestellt, dass ein Großteil der Finanzierung für das neue Dach steht.
Mit der zugesagten Unterstützung im Rücken begannen unsere Pfarrerin Nadja Mattern und unsere engagierte Mitstreiterin aus Fresdorf Juliane Schonauer, unermüdlich Förderanträge zu schreiben – an Stiftungen, an den Landkreis, an den Denkmalschutz. Die Kirchengemeinde organisierte ein Benefizkonzert und bat um tatkräftige finanzielle Unterstützung.
Musik, Freude und große Dankbarkeit – Benefizkonzert für unsere Dorfkirche Fresdorf
Am 27. Juni 2025 durften wir in der Fresdorfer Kirche einen ganz besonderen Abend erleben: Das Benefizkonzert der Band „Lovely Madness“ stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Dachsanierung unserer Dorfkirche.
Schon beim Betreten der Kirche war zu spüren: Dies wird kein gewöhnlicher Abend. Die Kirche war gut gefüllt, die Stimmung fröhlich und festlich. Mit viel Charme, Können und Gefühl begeisterten die Musikerinnen und Musiker von „Lovely Madness“ ihr Publikum mit Irischer Musik – mal leise und nachdenklich, mal schwungvoll und mitreißend.
Eine besondere Geste kam von einem Bandmitglied: Wir bekamen einen QR-Code geschenkt, der zu einem digitalen Rundgang durch die Fresdorfer Kirche einlädt. Ein Geschenk, das uns auch über diesen Abend hinausbegleitet und unsere schöne Kirche noch einmal aus neuen Perspektiven erleben lässt.
Die nötige Summe ist zusammen – unsere Kirchensanierung kann beginnen
Was für eine wunderbare Nachricht: Wir haben die nötige Summe für die Dachsanierung unserer Dorfkirche Fresdorf zusammen!
Nach vielen Monaten des Hoffens dürfen wir nun dankbar und erleichtert aufatmen. Durch großzügige Fördermittel und zahlreiche private Spendenbeiträge ist es gelungen, die Finanzierung für die anstehenden Arbeiten zu sichern.
Um das historische Gebäude dauerhaft zu schützen und das Erscheinungsbild unserer Kirche zu bewahren, wäre auch die Sanierung der Fassade und der Fenster nötig gewesen, aber dafür reichte das Geld noch nicht. Wir geben nicht auf und arbeiten auch im Jahr 2026 weiter daran.
Die Firma Patric Baumgardt und seine Kollegen erhielten den Zuschlag für die Dacharbeiten.
Im Laufe der Planungen kam es zu intensiven Abstimmungen mit dem Denkmalschutz, insbesondere bei der Auswahl der neuen Biberschwanzziegel. Ein herzliches Dankeschön gilt der Baufirma Patric Baumgardt und ihrem gesamten Team für die zuverlässige, sorgfältige und engagierte Arbeit. Trotz enger Zeitpläne, mancher Überraschung am alten Gebälk und wechselhaftem Wetter wurde das Projekt mit großem Einsatz und handwerklichem Können fertiggestellt.
Ein Fest der Musik zur 650-Jahrfeier
Nur wenige Wochen später folgte das nächste große Ereignis: die festliche Eröffnung der 650-Jahrfeier von Fresdorf, selbstverständlich in unserer liebevoll geschmückten Kirche.
Die „Wilhelmshorster Bläser“ sorgten mit ihrer feierlichen Musik für einen festlichen Rahmen und erfüllten den Kirchenraum mit warmen Klängen. Ein tolles Programm, viel Freude und Gemeinschaft machten diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Das Ziel der Abende war klar: Mit Musik und Gemeinschaft etwas bewegen. Und das ist gelungen!
Durch Ihre Spenden kamen im Jahr 2025 insgesamt 6.750,00 Euro zusammen – ein überwältigendes Ergebnis, das uns alle tief berührt hat.
Die Ev. Kirchengemeinde dankt allen, die diese besonderen Momente möglich gemacht haben – den Musikerinnen und Musikern, allen Spenderinnen und Spendern.
Die Dorfkirche Fresdorf hat ein tolles neues Dach!
Wie viel Glück kann man haben?
Es geht weiter – Förderung für die Deckensanierung der Dorfkirche Fresdorf
Manchmal kommt Hilfe genau im richtigen Moment: Ursprünglich war eine Förderung des Landes Brandenburg abgesagt worden, doch zum Jahresende erreichte uns die erfreuliche Nachricht – für die Deckensanierung unserer Fresdorfer Kirche stellt das Land 35.000 € Fördermittel bereit! Aus den Baurücklagen der Kirchengemeinde Fresdorf werden 12.000,00 € Eigenmittel in diese Baumaßnahme einfließen.
Da konnten wir natürlich nicht „nein“ sagen, auch wenn dies nun ein sportliches Unterfangen wird, da die Baumaßnahmen noch in diesem Jahr beginnen müssen.
Starke Unterstützung und gute Planung
Wieder einmal war Frau Andrea Molkenthin unser „Fels in der Brandung“. Dank ihres großen Engagements konnte sie das Planungsbüro Enzmann für unser Vorhaben gewinnen. Herr Enzmann hält nun die Fäden in der Hand und koordiniert die nächsten Schritte.
Derzeit warten wir auf die Angebote der Gerüstbaufirmen, damit die Arbeiten starten können. Um unsere Orgel während der Bauzeit zu schützen, wurde sie bereits fachgerecht durch die Orgelbauer Jörg Stegmüller und Matthias Rohr eingehaust. So kann sie die Sanierung unbeschadet überstehen. Wie genau die Sanierung der Decke ausgeführt wird, lässt sich erst endgültig festlegen, wenn das Gerüst steht und die Bausubstanz begutachtet werden kann.
Großer Einsatz in Eigenleistung
In den letzten Wochen ist bereits viel in Eigenleistung geschehen:
Die Kirchenbänke wurden vollständig ausgebaut,
die Sitzheizungen demontiert,
Altarraum und Empore freigeräumt – alles, damit das Gerüst für die Deckenarbeiten aufgestellt werden kann.
Viele fleißige Helferinnen und Helfer aus Fresdorf haben tatkräftig mit angepackt und gezeigt, was Gemeinschaft bewirken kann.
Dank und Ausblick
Ohne das Zusammenspiel vieler engagierter Menschen wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen – von den Gemeindemitgliedern über die Baupflegerin, Denkmalschützer und Handwerker bis hin zu den Stiftungen und dem Landkreis.
Herzlichen DANK für jede Unterstützung, für die bewilligten Fördermittel und den großartigen Einsatz aller Beteiligten.
Bleiben Sie Gesund und Gottes Segen für Sie.
Anne Imme