Es mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken- Kerzenreste und Dosenfackeln sollen angesichts der großen Not in der Ukraine etwas bewirken? Dennoch betonten Frauen und Männer mit Bezug zur Ukraine gegenüber den Initiatorinnen immer wieder, wie wichtig dieses Engagement für sie ist. Es geht nicht nur darum, Kerzenreste zu sammeln und Dosenfackeln herzustellen, sondern auch um ein starkes und wertvolles Zeichen der Solidarität.
Vielfältige Beteiligung
Die Welle der Solidarität zeigte sich auch in der Vielfalt der Beteiligten: Zahlreiche Kirchengemeinden richteten Sammelstellen ein. Kinder- und Jugendgruppen werkelten und stellten Dosenfackeln her. Weitere Organisationen schlossen sich an, andere Kirchenkreise griffen die Aktion auf und initiierten sie in ihren Regionen. Aus ganz Deutschland erreichten Pakete mit Kerzenresten das Kirchenkreiszentrum.
Vierter Kriegswinter
Der vierte Kriegswinter hat begonnen. Ein beträchtlicher Teil der Energieinfrastruktur wurde im Verlauf des Krieges zerstört – und die Angriffe halten an. Manche Orte sind vollständig von der Strom- und Gasversorgung abgeschnitten. Die Menschen müssen improvisieren und behelfen sich unter anderem mit Dosenfackeln. Dank der großen Unterstützung zahlreicher Engagierter konnten viele Dosenfackeln produziert und in die Ukraine transportiert werden.
Die Aktion zeigt uns, dass wir nicht vergessen sind
Svitlana, die sich in Wittbrietzen aktiv eingebracht hat
Offenes Ende der Aktion
Offiziell wurde die Aktion zum 31. Januar vom Kirchenkreis beendet. Manche Beteiligte haben sich jedoch entschieden, weiterhin Kerzenreste zu sammeln und Dosenfackeln herzustellen. Für Gemeindepädagogin Kordula Döring, die Ideengeberin der Aktion, ist das Erreichen der 1.000-kg-Marke kein Schlusspunkt, sondern ein Doppelpunkt: „Ich werde die Aktion auf jeden Fall fortführen.“